Wer nach Rom reist, wird von einer schieren Flut an Angeboten überschüttet. Unser Ziel war es jedoch von Anfang an, die „Ewige Stadt“ nicht nur oberflächlich zu besuchen, sondern sie wirklich kennenzulernen. Da klassische Gruppenreisen aufgrund ihrer Größe oft nicht das halten, was sie versprechen, suchte meine Frau nach einer exklusiven Tour.
Dabei galt es, die Faktoren Zeit, Informationen vor Ort, Reiseablauf, Unterkunft und Preis perfekt miteinander zu verbinden. Unsere klaren Vorgaben grenzten den Kreis der Anbieter schnell ein – und führten uns schließlich zu „triff-den-papst.de“.
Gut zu wissen: Wir sind beide nicht katholisch und haben keine spirituelle Beziehung zum Papst. Das war für diese Reise jedoch völlig irrelevant, da das Konzept auf verschiedenen, voneinander unabhängigen Säulen basiert.
Da wir kaum Zeit im Hotel verbringen wollten, wählten wir das Platin-Paket in Kombination mit einem günstigen Hotel. Wichtig waren uns vor allem ein reibungsloser Flughafentransfer und eine persönliche Betreuung vor Ort.
Buchung und Vorbereitung
Die Buchung verlief absolut unkompliziert. Die Betreuung durch Herrn Feßlmeier war hervorragend: Er war stets ansprechbar, meldete sich zeitnah zurück und führte uns durch einen klaren Ablauf. Kleinere Anpassungen (z. B. beim Gepäck) waren problemlos möglich. Ein abschließendes Telefonat mit letzten Tipps und der Detailabsprache rundete den perfekten Vorlauf ab.
Kleiner Wermutstropfen beim Flug: Die Sitzplätze für den Rückflug waren ungünstig gelegen (ob von Eurowings zugewiesen oder fest gebucht, blieb unklar). Eine eigene Sitzplatzwahl im Vorfeld wäre wünschenswert gewesen, zumal die nachträgliche Änderung mit einem Aufpreis verbunden war.



Der Reisebericht: Unsere Highlights in Rom
1. Komfortabler Flughafentransfer
Bei unserer Ankunft wartete der Fahrer bereits mit einem Namensschild auf uns. Trotz des typisch chaotischen römischen Verkehrs und strömenden Regens brachte er uns im geräumigen, komfortablen Wagen sicher zum Hotel. Statt der üblichen 45 Minuten dauerte die Fahrt wetterbedingt 1,5 Stunden – wir waren unendlich froh, nicht selbst fahren zu müssen! Auch der Rücktransfer klappte pünktlich und stressfrei. Beide Fahrer erhielten von uns ein wohlverdientes Trinkgeld.
2. Unterkunft: Best Western Artdeco Hotel Rom
Das Hotel liegt nahe dem Hauptbahnhof in einem sicheren Viertel voller Botschaften und Restaurants. Die Anbindung ist top: Eine Haltestelle in die Innenstadt ist nur 50 m entfernt, die U-Bahn erreicht man in maximal 12 Minuten. Wer zu Fuß gehen möchte, erreicht das Kolosseum oder die Spanische Treppe in etwa 30 Minuten.
Das Hotel: Standard, aber modern, sauber und komfortabel.
Der Service: Absolut großartig! Das Personal war extrem hilfsbereit, das Frühstück jeden Morgen frisch, reichhaltig und abwechslungsreich. Ein gefühltes 5-Sterne-Erlebnis für die wenigen Stunden, die wir dort verbrachten (was wir auch in einer Google-Bewertung gelobt haben).
Hinweis zu den Nebenkosten: Die Hotelgebühr betrug vor Ort 7,50 € pro Person/Nacht statt der in der Beschreibung angegebenen 6,00 € (insgesamt 60 €). Es gab zudem kein deutsches TV-Programm, was uns aber nicht störte.
3. Führung durch das barocke Rom
Noch am Ankunftstag ging es los. Unser Guide Marco führte uns drei Stunden lang durch die Stadt. Er war vollgepackt mit Informationen und persönlichen Anekdoten. Neben den bekannten Highlights zeigte er uns viele wunderbare Orte, die wir alleine nie gefunden hätten.





4. Ein Tag auf eigene Faust (Trastevere & Circus Maximus)
Die Papstaudienz haben wir aufgrund unserer Konfession ausgelassen. Stattdessen nutzten wir den Tag, um – bewaffnet mit den exzellenten Tipps von Herrn Feßlmeier – das charmante Viertel Trastevere und den Circus Maximus auf eigene Faust zu erkunden.






5. Das antike Rom & Die Vatikanischen Museen
Antikes Rom: Wieder führte uns Marco mit enormem Fachwissen. Trotz kleinerer Verwaltungswirren am Kolosseum war die Führung klasse. Besonders die kleinen Details (wie die Weihnachtskrippe in Santi Cosma e Damiano) machten es persönlich. Ein riesiger Vorteil: Wir hatten die Tickets bereits im Voraus! Die Tour endete gemütlich bei einem gemeinsamen Kaffee und Trinkgeld.






Vatikan & Petersdom: Hier begleitete uns Brigitte, deren kunsthistorisches Wissen schier unendlich schien. Die Führung war so beeindruckend, dass sie uns sprachlos machte (vor lauter Staunen haben wir am Ende glatt vergessen, ihr das Trinkgeld zu geben – ein großes Kompliment an sie!). Auch hier gilt: Tickets im Voraus zu haben, ist unschätzbar wichtig!







Unser Fazit & Praktische Rahmenbedingungen
Es war eine absolut wunderbare Reise! Die exklusiven Führungen haben den Aufenthalt unvergesslich gemacht. Wer eine solche Reise plant, sollte jedoch ein paar Dinge beachten:
Gut zu Fuß sein: Rom erfordert Ausdauer. Wir haben trotz der guten Lage im Schnitt 19.000 Schritte pro Tag gemacht.
Nahverkehr & Reisezeit: Die Busse sind in den Stoßzeiten extrem voll. Zudem war die Stadt generell sehr überlaufen, und viele Monumente waren wegen der Sanierungen für das Heilige Jahr eingehüllt.
Wetter: Bis auf einen Regentag (den wir perfekt im Programm umgehen konnten) hatten wir super Wetter.
Ein kleiner Wunsch für die Zukunft:
Gerade für den ersten Abend wären ein oder zwei Restauranttipps im Vorfeld ein tolles Extra gewesen. Das ist jedoch Jammern auf hohem Niveau.
Ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team für diese fantastische Organisation!

